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Stadt Usedom auf der gleichnamigen Insel

Usedom, die Stadt die der gesamten Ostseeinsel ihren Namen gab, liegt am Nordufer des Usedomer Sees. Besiedelt war diese südwestliche Inselecke bereits in der Jungsteinzeit. Mit der Völkerwanderung kamen die Slawen und nannten den Ort Uznam, d.h. Mündung. Zwischen 1115 und 1178 wurde die Ansiedlung mehrfach durch die Dänen zerstört. Nach der Neugründung erhielt das Dorf 1298 das Lübische Stadtrecht. Zollfreiheit, eigenes Markt- und Fischereirecht brachten Wohlstand. Usedom (Stadt) gehörte zu den Lieblingsresidenzen der pommerschen Herzöge, bis sie 1475 komplett niederbrannte. Mit dem Westfälischen Frieden fielen Stadt und Insel an Schweden. Zwischen 1720 und 1806 gehörten sie zu Preußen.

Im Jahr 1876 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahn, womit eine entscheidende Voraussetzung für den Tourismus erfüllt wurde. Immer mehr Feriengäste trafen ein und bald darauf galt Usedom als die Badewanne Berlins. Mit den Urlaubern kam der wirtschaftliche Aufschwung. Nachdem jedoch im zweiten Weltkrieg die damals modernste Eisenbahnbrücke Europas im Ortsteil Karnin zerstört wurde, stellte man den Zugverkehr wieder ein. Seither finden meist nur Individualtouristen den Weg in diesen beschaulichen Teil der Insel. Bis 2015 ist jedoch die Wiederanbindung an den Zugverkehr geplant, was die Fahrzeit für Reisende aus Berlin erheblich verkürzen wird.

Urlauber, die es ruhig und naturnah lieben, sind hier jetzt schon bestens aufgehoben. Mit insgesamt rund 1.900 Einwohnern ist Usedom zwar nur Kleinstadt, flächenmäßig jedoch sehr weitläufig. Von vierzehn Ortsteilen liegen drei am Haff, die anderen sind über den ganzen Usedomer Winkel verstreut. Ein Bummel durch die Gassen der malerischen Altstadt ist empfehlenswert. Wie alle Gebäude am Marktplatz wurde auch das Rathaus liebevoll und detailgetreu restauriert. Einen Besuch sind auch die spätgotische Marienkirche und das Anklamer Tor wert. Dieses letzte von vier Backsteintoren gilt als Wahrzeichen der Stadt, beherbergt das Museum Heimatstube und ein Standesamt. Von hier aus hat man eine fantastische Aussicht auf das Achterwasser und den Usedomer Forst im Norden der Stadt. Gemeinsam mit der benachbarten Mellenthiner Heide bildet dieser das größte Waldgebiet der Insel und damit ein ideales Ziel für Wanderungen und Radtouren.

Wer lieber baden oder Wassersport treiben möchte, hat die Wahl zwischen Peenestrom, Achterwasser und Stettiner Haff. Vom Stadthafen bietet sich der beste Blick auf den Usedomer See. Aber natürlich ist auch die Ostseeküste nicht wirklich weit entfernt. Ob Kaiserbäder oder das benachbarte Swinemünde in Polen, Kurmöglichkeiten und Angebote für Wellness auf Usedom gibt es dort in Fülle.