Tel: 04508 - 266 08 67
Mo - Fr 8.30 bis 17.00 Uhr

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Schmetterlingsfarm in Trassenheide - Tropenwald auf Usedom

5.000 Quadratmeter tropisches Paradies mit diesem Slogan lockt die Usedomer Schmetterlingsfarm interessierte Besucher ins Ostseebad Trassenheide. Spektakulär wurde auch der Eingangsbereich im Wiesenweg 5 gestaltet. Die gigantische Ameise aus Fiberglas beeindruckt oder erschreckt, je nach Einstellung der Besucher zu den - im wirklichen Leben glücklicherweise weit kleineren - Krabbeltierchen. Und der Riese bekommt Gesellschaft. Bis 2010 sollen dort 28 Modelle im Maßstab 1:1000 aufgestellt werden. Insgesamt 20.000 Quadratmeter wird der neue Insektenpark nach Aussage der Betreiber umfassen. Doch schon jetzt ist die Schmetterlingsfarm Trassenheide die größte in Europa, und es gibt sie gleich zweimal. Das Gegenstück in Steinhude bei Hannover wird auch durch das Ehepaar Lehmann betrieben, ebenso wie die Naturerlebniswelt Heringsdorf auf Usedom.

Wer beide Ausstellungen am selben Tag besuchen möchte, fährt gut mit dem Ausflugticket der Usedomer Bäderbahn. Dieses Kombiticket enthält An-/Abreise von allen UBB-Bahnhöfen sowie Eintrittskarten für die Schmetterlingsfarm und die Naturerlebniswelt.
Die Schmetterlingsfarm Trassenheide öffnet ihre Tore täglich ab 10 Uhr. Entsprechendes gilt für die Naturerlebniswelt in Heringsdorf. Von November bis Februar bleiben beide bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Bei schlechtem Wetter dürfte wohl kaum etwas angenehmer sein, als ein Ausflug in diese tropische Oase. Und wer in der Nachsaison kommt, wird mit besonderen Erlebnissen belohnt. Im Oktober zur Orchideenblüte werden täglich um 15:30 Uhr Führungen durch die Freiflughalle angeboten. Im November und Dezember kann man den faszinierenden Tanz der Bananenfalter bestaunen. Wer die gelben Früchte lieber selber isst, kommt im Januar und Februar zur Bananenernte. Das aktuelle Programm finden Sie auf der Webseite der Schmetterlingsfarm (externer Verweis).

Neben den farbenprächtigen Faltern gibt es eine Vogelspinnenschau, ein Dunkelkabinett, das Insektenmuseum und wechselnde Sonderausstellungen. Doch natürlich sind Schmetterlinge die größte Attraktion. Wer bisher nur unsere einheimischen Falter kannte, wird erstaunt sein über die Größe ihrer farbenprächtigen Artgenossen aus den Tropen. Besucher, die sich für die Namen der fliegenden Juwelen interessieren, können am Eingang ein Faltblatt zur Klassifizierung erwerben. Der dort beschriebene Lebenszyklus eines Schmetterlings wird durch Infotafeln in der Ausstellung anschaulich gemacht.
Weit faszinierender ist jedoch die Betrachtung der lebenden Exemplare bei ihrem Flug durch die Halle. Vielleicht entdeckt man dabei auch Raupen auf den Blättern. Nach der Verpuppung werden die Kokons regelmäßig eingesammelt und hinter Glas in der Puppenstube ausgebreitet. Wer lange genug vor diesem Schaufenster auf das Schlüpfen eines Falters wartet, dessen Geduld wird sicherlich belohnt. Schauen Sie beim Spaziergang durch die Freiflughalle aber bitte auch auf den Boden, damit kein Tier zertreten wird. Denn manch' müde gewordener Falter lässt sich dort nieder. Andere bevorzugen vielleicht Ihre Kleidung als Rastplatz. Doch bitte fassen Sie die Tiere nie an. Die Flügel sind so empfindlich, dass sie schon bei leichter Berührung Schaden nehmen.