Tel: 04508 - 266 08 67
Mo - Fr 8.30 bis 17.00 Uhr

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Naturerlebniswelt in Heringsdorf auf Usedom

Erleben Sie Natur in anderen Dimensionen - diese Werbebotschaft der Naturerlebniswelt in Heringsdorf ist keinesfalls übertrieben. Vom winzigen Insekt über echte Dinosaueriereier bis hin zur fünf Tonnen schweren Edelsteindruse reicht die Bandbreite der beeindruckenden Ausstellungsstücke. Die Naturerlebniswelt befindet sich in der Neuhofer Straße Nr. 75 und zählt zu den beliebtesten Anlaufpunkten in einem Urlaub in Heringsdorf. Das gelbe Haus an der B 111 ist nicht zu übersehen. Wer mit der Usedomer Bäder-Bahn anreist, steigt am Bahnhof Neuhof aus und läuft durch die Schulgasse Richtung Bundesstraße. Die Schau ist das ideale Ausflugsziel für Familien, denn ein Besuch verschönt Kindern sogar die auf Usedom eher seltenen Regentage. Empfehlenswert ist das günstige UBB-Familienticket. Wer auch die Schmetterlingsfarm in Trassenheide besichtigen möchte, der fährt am besten mit dem speziellen UBB-Kombiticket. Das gilt für die Hin- und Rückfahrt und bietet an einem Tag freien Eintritt in beide Ausstellungen.

Sofort nach Betreten der Naturerlebniswelt taucht der Besucher ab in die Unterwasserwelt. Eine Reihe von Aquarien zeigt farbenprächtige Fische. Eher unscheinbar wirken dagegen die Piranhas, die sich die meisten Betrachter wohl monströser vorgestellt hätten. Hier wird das Vorurteil vom blutrünstigen Killer zurechtgerückt. Zwar werden Piranhas - ebenso wie Haie - von Blutgeruch angelockt, den sie über weite Strecken wahrnehmen. Doch wie ihre großen Artgenossen erfüllen die Schwarmfische eine wichtige Aufgabe als Gesundheitspolizei der Meere, indem sie kranke und verletzte Meereslebewesen sowie Aas fressen. Angriffe auf Menschen gehören ins Reich der Fantasie. Auch jene Angestellten der Naturerlebniswelt, die mit der Fütterung betreut sind, besitzen noch alle Finger.

Wer sich vielleicht etwas enttäuscht vom Aquarium abwendet, wird im nächsten Raum sein blaues Wunder erleben. Schon der Eingang leuchtet dunkelblau und führt in eine glitzernde Amethystgrotte. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, nimmt man wahr, wie märchenhaft Abertausende der Halbedelsteine funkeln. Unweigerlich wird man in eine Art meditative Stimmung versetzt, ebenso wie im Nachbarraum. Dort faszinieren eine überdimensionale Amethystdruse, zwei säulenartige Drusen, die eine Buddhastatue flankieren und ein riesiger Rosenquarz.

Große und kleine Insektenforscher werden an den Schaukästen im folgenden Ausstellungsteil ihre Freude haben. Diese zeigen Käfer und Schmetterlinge in allen Größen, Formen und Farben mit der entsprechenden Klassifizierung. Wem das alles zu klein ist, der darf über das versteinerte Dinosauriernest staunen. Acht Eier liegen darin noch so, wie man sie bei der Ausgrabung vorfand. Röntgenanalysen des Bundesamtes für Materialforschung deuten auf Wirbelknochen von Babydinos hin. Recht knöchern wirkt auch Lucy. Die über drei Millionen Jahre alte Dame gilt als Urmutter der Gattung Homo Sapiens. Zierlich wirkt ihr Skelett. Doch leider ist es nur eine sehr gut gemachte Nachbildung. Echt dagegen ist der versteinerte Urvogel. Er gehört zu jenen Exemplaren des Archaeopteryx, die durch verschiedene Museen in Deutschland touren. Nähere Informationen zu den Fossilien und die saisonabhängigen Öffnungszeiten finden sich auf der Website der Naturerlebniswelt (externer Verweis).