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Swinoujscie (Swinemünde) - eine Stadt auf zwei Inseln

Swinoujscie (deutsch: Swinemünde) liegt im Osten Usedoms an der Grenze zur Halbinsel Wollin und zählt knapp 41.000 Einwohner. Die Stadtteile Warzów und Karsibor befinden sich am anderen Ufer der Odermündung auf Wolin (so die polnische Schreibweise). Die Stadtfähre legt an der Hafenpromenade beim Museum ab und verkehrt halbstündlich bis in die Nacht. Für die Einwohner von Swinoujscie ist die etwa zehnminütige Überfahrt kostenlos, ebenso für jene Urlauber, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Seit September 2008 fährt die Usedomer Bäderbahn bis Swinemünde. Der Bahnhof ist 10-15 Fußminuten vom Kurviertel entfernt. Das Taxi kostet etwa 5 € (Stand 2009). Eine Stadtrundfahrt kann man mit dem Swinoujscie Express unternehmen. Der Name täuscht, die Bimmelbahn zuckelt eher gemächlich dahin.

Das ehemalige Swinemünde kann auf eine lange Tradition als Seebad zurückblicken. Hier begann 1821 der Badetourismus auf Usedom. Gebaut wurden die Villen und Pensionen in einem Park, der vom berühmten Gartenarchitekten Joseph Lenné angelegt wurde. Leider blieb kaum etwas von dieser prachtvollen Bäderarchitektur übrig. Als im März 1945 amerikanische Kampfflieger die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt in Schutt und Asche legten, fanden 23.000 Menschen den Tod.
Obwohl damals auch die mondänen Villen und Hotels zerstört wurden, werden seit der Osterweiterung Ferien in Polen zunehmend beliebter, vor allem an der Ostsee. Weite Sandstrände und naturbelassene Landschaften locken und die Preise sind (noch) etwa um ein Drittel günstiger, als in den deutschen Ostseebädern. In den vergangenen Jahren wurden Kurhäuser und Villen im Seebad Swinoujscie sorgfältig restauriert. Die Promenade mit Souvenirläden, Fischbratereien, Restaurants und Strandbars lädt zum Bummeln ein. Dort spielt sich im Sommer auch das Nachtleben ab mit Livemusik an allen Ecken. Bezahlen kann man in den meisten Geschäften, Restaurants und Hotels sowohl in Euro als auch in Zloty. Geld vorher zu tauschen ist nicht empfehlenswert, da sich der Wechselkurs laufend ändert. Derzeit bekommt man für einen Euro etwa 4 Zloty (Stand März 2011). Geldautomaten heißen auf Polnisch ganz einfach Bankomat. Einer in günstiger Lage steht zum Beispiel nahe der Strandpromenade, vor dem Sanatorium IRYS an der Ul. Zeromskiego.

Doch was außer Baden, kann man hier noch unternehmen? Wer sich für die Seefahrt interessiert, besucht das Museum für Hochseefischerei im alten Rathaus oder genießt einfach die Atmosphäre im großen Überseehafen. Wem da zu viel Betriebsamkeit herrscht, dem sei ein Spaziergang entlang der Swine empfohlen. Bei der Mühlenbake bietet sich an klaren Tagen eine herrliche Fernsicht auf Usedoms Kaiserbäder. Zur Rechten liegt die Halbinsel Wollin zum Greifen nah. Im Ortsteil Warzów kann man die alte Festungsanlage Fort Gerharda besuchen oder den höchsten Leuchtturm der ganzen Ostsee besteigen. Beides in unmittelbarer Nähe des Handelshafens. Kinder sind natürlich auch von dem kleinen Vergnügungspark nebenan begeistert. Und wem der Strand im Seebad Swinoujscie in der Saison zu belebt ist, der findet hier an der Woliner Küste sicher ein ruhiges Plätzchen.