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Hansestadt Greifswald zwischen Usedom und Rügen

Die alte Hanse- und Universitätsstadt Greifswald liegt auf halbem Weg zwischen den Inseln Rügen und Usedom etwa 40 Kilometer südöstlich von Stralsund.
Mit ihrer Lage an der Dänischen Wiek des Greifswalder Boddens bietet sich die Stadt bei einem Urlaub auf der Ostseeinsel Usedom als eines von vielen Ausflugszielen an.

Die etwa 54.000 Einwohner zählende Stadt ist von der Insel Usedom aus einmal über das Ostseebad Zinnowitz und die B 111 weiterführend über Wolgast und kurz danach rechts ab über Neu Boltenhagen erreichbar. Wer sich im Osten Usedoms aufhält, kann Greifswald auch über die Stadt Usedom, die B 110 über Murchin bis in die Nähe von Ziethen und von dort weiter auf der B 109 erreichen.

Zahlreiche architektonische Sehenswürdigkeiten, wie die historische Altstadt mit ihren drei gotischen Kirchen und prächtigen Backsteinbauten aber auch bedeutende kulturhistorische Objekte wie die 1456 als pommersche Landesuniversität gegründete Universität oder das Caspar-David-Friedrich-Zentrum gestalten ebenso wie der Altstadthafen den Reiz der Stadt Greifswald.

Einer der bedeutendsten Besuchermagneten ist die dreischiffige Hallenkirche St. Marien. Sie wurde bereits im 13. Jahrhundert als gotische Backsteinkirche errichtet, besitzt eine aus dem Mittelalter stammende wertvolle Kanzel, die mit Intarsien belegt ist, die aus 60 verschiedenen Holzarten gefertigt wurden. Die Kirche befindet sich unmittelbar am Marktplatz, der von zahlreichen prächtigen Giebelhäusern umgeben ist.
Eine noch imposantere Wirkung verbreitet der Dom St. Nikolai, dessen nahezu 100 Meter hoher Turm mit einer Aussichtsgalerie die Stadt überragt. Auch bei ihm handelt es sich um einen im 13. Jahrhundert begonnen gotischen Backsteinbau.

Der Stadthafen mit dem Museumshafen liegt etwa vier Kilometer landeinwärts mitten in der Altstadt und ist vom Wasser aus über den Fluss Ryck erreichbar. Hier gibt es mehrere Segelschiffe zu sehen und bei einem Besuch in den historischen Gebäuden der Museumswerft kann mit ein wenig Glück die Restaurierung eines alten Schiffes miterlebt werden.
Im Ortsteil Wieck/Eldena erwartet den Besucher das alte Fischerdorf Wieck, die sehenswerte Zugbrücke und nicht zuletzt die Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Eldena. Im Jahr 1199 gegründet, wurde es zum bedeutendsten Kloster der Region und erhielt in den folgenden Jahrhunderten eine angemessene architektonische Ausgestaltung. Nach der Reformation war es dem Verfall preisgegeben. Die Rettung des verbliebenen Ruinengeländes ist vor allem dem in Greifswald geborenen Maler der deutschen Früh-Romantik Caspar David Friedrich zu verdanken, der es in seinen Bildern bekannt machte.
Heute ist die Klosterruine vor allem ein beliebter Veranstaltungsort mit überregionalem Ruf.

Das Caspar-David-Friedrich-Zentrum befindet sich im Gebäude der ehemaligen Seifensiederei, in der der Vater des Malers beschäftigt war. Diesem Handwerk widmen sich auch die Ausstellungen im Keller- und Erdgeschoss, während sich die Räume im Obergeschoss mit dem Leben und Wirken Caspar David Friedrichs auseinandersetzen.

Darüber hinaus hat Greifswald eine Reihe von Galerien und Museen zu bieten. So werden in der Galerie der Kunsthalle Pommernhus Arbeiten polnischer und deutscher Künstler in wechselnden Ausstellungen präsentiert.
Und auch das Pommersche Landsmuseum ist mit einer Zeitreise durch die Geschichte Pommerns jederzeit einen Besuch wert.

Eine letzte Empfehlung soll der Greifswalder Universität gelten. In ihrem Hauptgebäude können die Aula, der Barocksaal oder auch der Karzer besichtigt werden. Außerdem sind ein sehenswerter Botanischer Garten mit einem Arboretum und eine Sternwarte dieser altehrwürdigen Universität angeschlossen.