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Pudagla auf der Insel UsedomPudagla liegt 5 km östlich von Bansin zwischen Achterwasser und Schmollensee inmitten der reizvollen Landschaft des Naturparks Insel Usedom. Die erste urkundliche Erwähnung datiert ins Jahr 1270. 39 Jahre später wählten die Prämonstratenser den Ort als Sitz für das Kloster Grobe. Bis 1400 dehnte der Orden seine Ländereien bis nach Ueckermünde am anderen Ufer des Stettiner Haffs aus und machte Pudagla zum reichsten Kloster der Region mit eigener Gerichtsbarkeit. Der Niedergang erfolgt mit der Reformation. Mitte des 16. Jahrhunderts siedelte der letzte Abt mit den Mönchen nach Anklam über. Vom Kloster blieb nur die Kirche erhalten. 1574 ließ Pommernherzog Ernst Ludwig hier ein Schloss errichten. Im Dreißigjährigen Krieg stark verwüstet, kam Pudagla danach - wie ganz Usedom - zu Schwedisch-Pommern. Das Schloss diente der ehemaligen Schwedenkönigin Christina als Gouverneurssitz. Nach dem Frieden von Stockholm residierte hier ab 1720 die Preußische Verwaltung bis zur Verlegung des Amtssitzes 1824 nach Swinemünde. Im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, wurde das Schloss seither mehrfach saniert und umgebaut und beherbergte in DDR-Zeiten eine LPG in seinen Stallungen. Heute werden im Restaurant Ritterbuffets und barocke
Festbankette veranstaltet. Beim mittelalterlichen Jahrmarkttreiben zeigen
Gaukler und Handwerker ihre Künste. Trotz oder gerade wegen seiner
wechselvollen Geschichte ist das Schloss Wahrzeichen von Pudagla geblieben,
um das sich zahlreiche Sagen ranken. Hier soll man einst der legendären
Bernsteinhexe den Prozess gemacht haben. Und ein Riese versuchte das Kloster
zu zerstören, indem er einen gigantischen Felsbrocken in dessen Richtung
schleuderte. Der aber fiel in den nahen Schmollensee, wo er heute als
"Teufelstein" aus dem Wasser ragt. |
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