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Ostseebad Koserow auf der Insel UsedomKoserow, dessen Name "Kose" sich von
"Amsel" ableitet, ist eine der ältesten slawischen Siedlungen
auf der Insel Usedom. Sie befindet sich an der schmalsten Stelle der Insel
und wendet sich ganz der Meerseite zu. Jahrhundertelang lebte das Dorf vom Fischfang und der Landwirtschaft, bis der von Johann Wilhelm Meinhold verfasste Roman "Maria Schweidler oder die Bernsteinhexe" zahlreiche Touristen anlockte. Das Buch beruhte nach Meinholds eigenen Aussagen auf einem historischen Dokument, das er unter dem Chorgestühl der Kirche gefunden hatte und das Leben der Maria Schweidler schilderte, die während des Dreißigjährigen Krieges dem Scheiterhaufen zum Opfer fallen sollte. Als der Roman jedoch immer populärer wurde und man die Geschichte hinterfragte, musste Meinhold bekennen, dass er die Ereignisse um die Bernsteinhexe nur erfunden hatte. Die Leserschaft war enttäuscht, teils empört, aber die Badegäste des Ortes, in dem die 1851 gegründete Badegesellschaft bald mit einer hölzernen Badeanstalt aufwarten konnte, störten sich nicht an der Mär der Überlieferung. Koserow wusste mit seiner idyllischen Lage und der herrlichen Landschaft zu bezaubern. Auch heute gibt es in Koserow und der nahen Umgebung einiges zu entdecken. Die Salzhütten in der Nähe der Koserower Seebrücke gelten als Wahrzeichen des Ortes. Sie wurden 1820 auf Anordnung des preußischen Staates gegründet, um die Strandfischerei zu fördern. In den im Fachwerkstil errichteten Hütten wurden während der Fangzeiten die Heringe mit subventioniertem Salz haltbar gemacht. Heute befinden sich in den Salzhütten das kleine Museum "Uns Fischers Arbeitshütt", welches allerlei Fischergerätschaften zeigt, sowie einen Souvenirladen und ein Fischrestaurant, das seine Gäste mit leckeren Fischgerichten zu verköstigen weiß. Der nahe gelegene Streckelsberg gilt mit seinen 60 Metern als höchste
Erhebung entlang der Usedomer Küste und zählt zu den beliebtesten
Ausflugszielen. Schließlich gewährt er seinen Besuchern nach
einem Aufstieg entlang der bewaldeten wildromantischen Steilküste
einen fantastischen Blick auf den Strand, die Seebrücke von Koserow
und das Meer. Bei guter Sicht lassen sich vom Streckelsberg aus
auch die Kreidefelsen auf der Insel Rügen erahnen. Wer das Spiel der Farben mag, für den lohnt sich ebenfalls ein Besuch im Atelier von Otto Niemeyer-Holstein. Im "Lüttenort", wie der Künstler sein Anwesen nannte, nachdem er hier 1932 zum ersten Mal mit seinem Segelboot "Lütten" angelegt hatte, kann man sowohl Werke des 1984 verstorbenen Künstlers bewundern als auch die des Usedomer Künstlerkreises. Ein Urlaub in Koserow ist weniger turbulent als ein Aufenthalt in den großen Kaiserbädern, dafür aber umso ruhiger und erholsamer. Der feinsandige Strand der Ostsee und der weitläufige Buchenwald bieten indeale Voraussetzungen für naturverbundene Urlaubsfreuden. Für Urlauber noch ein Geheimtipp, sind große Hotels eher selten. Dennoch besteht ein umfangreiches Angebot an Ferienwohnungen in Koserow. |
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