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Mongolmeise breitet sich auf Usedom aus

Auf der schmalen Landverbindung zwischen Usedom und der Halbinsel Görmitz sind die Mongolenmeisen zu beobachten und wegen ihren lauten Rufen nicht zu überhören. In der Brutzeit wurden im Jahr 2009 50 Schilfmeisen registriert, obwohl sie nur schlecht im Schilfdschungel zu beobachten ist. Der erste Nachweis der Vögel mit dem auffälligen Mongolenbart, die zu deutsch auch Bartmeise genannt werden, gelang in Norddeutschland im Jahr 1823 in der Nähe von Rostock.

Die größten Brutbestände der insgesamt über 1000 Paare in Ostvorpommern findet man heute in der Peene-Region. Die Mongolenmeise zieht manchmal in einer Saison drei Bruten mit 24 Jungvögeln auf. Brütet jedoch das Weibchen auf der zweiten Brut, füttern die jungen Vögel der ersten Brut ihre Geschwister und unterstützen so die Eltern. Während der Brutzeit sind Bartmeisen Insektenfresser, doch im Herbst werden sie zu Vegetariern und ernähren sich unter anderem von Samen der Schilfhalme. In langen Frostperioden, wie es dieses Jahr leider der Fall war, ist davon auszugehen, dass bis zu 60 Prozent der gesamten Population sterben.


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